Münchner Volkstheater

TU-Vergabeverfahren erfolgreich abgeschlossen

Seit über einem Jahrhundert erfreut sich das Publikum am Kultur- und Theaterprogramm des alteingesessenen Münchner Volkstheaters. Da es derzeit provisorisch in einem für den Theaterbetrieb nicht ge­planten Gebäude untergebracht ist, beschloss die Landeshauptstadt München Ende 2014 die Neuplanung des Theaters an einem neuen Standort. Nach einer entsprechenden Standortanalyse durch DU fiel die Entscheidung schließlich auf das Gelände des ehemaligen Viehhofs in München-Sendling.

Der Neubau sollte durch einen Totalunternehmer realisiert werden. Daher ließ das Baureferat ein mehrstufiges Vergabeverfahren durchführen. Im Dezember 2017 erhielt der erstplatzierte Bieter den Zuschlag; die Landeshauptstadt München beauftragte die Georg Reisch GmbH & Co. KG mit der Planung und schlüsselfertigen Bauausführung.

Das neue Münchner Volkstheater wird zwei Hauptspielstätten und einen Multifunktionssaal mit gesamt 900 Sitzplätzen bekommen. Zwei Probebühnen, Garderoben, Werkstätten, Lagerräume, Büros für die Künstlerische Leitung und Verwaltung sowie Künstlerunterkünfte und eine Tiefgarage mit 60 Stellplätzen gehören ebenfalls dazu; ein Restaurant mit Biergarten darf auch nicht fehlen. Die Sanierung eines angrenzenden denkmalgeschützten Bestandsgebäudes wird in die Baumaßnahme integriert.

Die Maßnahme umfasst eine Bruttogeschossfläche von rund 26.000 m², die Investitionskosten belaufen sich auf 130,7 Millionen Euro. Hinzu kommen die Investitionen des Nutzers für Theatertechnik sowie die pächterseitigen Ausbauten der Gastronomie und Produktionsküche, welche der Totalunternehmer bei seiner Planung und Bauausführung berücksichtigt.

Baubeginn soll bereits im Sommer 2018 sein, die Übergabe des neuen Theaters an den Nutzer ist für Ende März 2021 avisiert. Die Eröffnung des neuen Münchner Volkstheaters ist für Sommer 2021 vorgesehen.

Bei diesem sehr anspruchsvollen Projekt führte das DU-Team die technische Beratung bei der Erstellung der Vergabeunterlagen und das Verhandlungsverfahren zur Einschaltung eines Totalunternehmers sehr erfolgreich durch. Der Aha-Effekt: Entgegen großer Skepsis im Vorfeld, für diese außergewöhnliche Bauaufgabe überhaupt Bieter zu finden und Angebote zu bekommen, lagen letztlich fünf Angebote vor. Beauftragt wurde ein architektonisch und funktional hochwertiges und gleichzeitig sehr wirtschaftliches Angebot innerhalb des gewünschten Kosten- und Terminrahmens. Das Erfolgsmodell „TU-Vergabe“ kann sich also erneut bewähren – dieses Mal bei einem komplexen Sonderbau.

 

Diese Webcam zeigt den Baustellen-Fortschrift am Münchner Viehhofgelände.

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