Stadtmuseum im Wilhelmspalais, Stuttgart

Stadtgeschichte schreiben

Das denkmalgeschützte Wilhelmspalais prägt seit Jahrhunderten das Stuttgarter Stadtbild. Der ehemalige Wohnsitz des letzten württembergischen Königs Wilhelm II. wurde zuletzt als Stadtbücherei genutzt, nun wurde es in ein Stadtmuseum umgebaut. Damit hat die Stadt Stuttgart das Kulturdenkmal wieder in das historische und städtebauliche Umfeld eingegliedert. Die vom Wilhelmspalais ausgehende historische Achse über die Planie findet mit dem städtischen Kunstmuseum ihren Abschluss. Das Wilhelmspalais an der Konrad-Adenauer-Straße ist somit wieder Teil der Stuttgarter Kulturachse.

Der Wettbewerbsentwurf des erstplatzierten Architekturbüros Lederer, Ragnarsdóttir und Oei sah eine komplette Entkernung des Gebäudes vor. Das vom Hofbaumeister Giovanni Salucci erbaute klassizistische Palais wurde bis auf die denkmalgeschützte Außenfassade zurückgebaut. Basierend auf dem ursprünglichen Raumgefüge wurde das Gebäudeinnere neu errichtet und um ein Technikgeschoss erweitert. Das neue Tragwerk wurde – unabhängig von den lediglich sich selbst tragenden Fassaden – als Haus-im-Haus-Konstruktion erstellt. Durch die Umgestaltung entstand ein modernes Museum mit Dauer- und Sonderausstellungsflächen, Vortragssaal, einer Stadtbauwerkstatt für Kinder, Café, Foyer mit Infotheke und Museumsshop sowie eine neue, als Museumsgarten genutzte Außenanlage.

DU übernahm im Auftrag der Landeshauptstadt Stuttgart die Projektsteuerung der Baumaßnahme in allen Projektstufen. Dabei standen die Einhaltung des Terminplans und des gesetzten Kostenrahmens im Fokus, so dass die Übergabe an den Nutzer termingerecht im August 2017 erfolgen konnte. Der neue Besuchermagnet Stuttgarts wird im April 2018 feierlich eröffnet.

  • Stadtmuseum im Wilhelmspalais, Stuttgart
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Bauherr

Landeshauptstadt Stuttgart, Hochbauamt 65-2

Architekt

Lederer + Ragnarsdóttir + Oei, Stuttgart

Standort

Stuttgart

BGF

8.900 m²

BRI

35.500 m³

Kosten

38,3 Mio. € brutto

Termine

2010 bis 2018

Leistungen

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